Wieviel Reporting braucht der Mensch?

Die Aufgabe: In einem hinreichend großen Betrieb sollen ca. 500 Messstellen für Energie und Medien aufgezeichnet werden. Wasser, Abwasser, Strom, Heissdampf, Druckluft, usw. Aus den Daten sollen dann Berichte erstellt werden, die die Verbräuche pro Tag, Woche, Monat auflisten. Der Kunde entscheidet sich für ein proprietäres System eines großen Anbieters.

Die Software wird installiert, Historian, Langzeitarchiv und Reporting-Tool. Das dauert ca. einen Tag und ist so komplex, dass selbst der angeheuerte Spezialist des Anbieters eine Klick-Anleitung braucht, insbesondere für das Reporting-System mit seinen mehreren Server-Komponenten, die in nicht wirklich nachvollziehbarer Art miteinander zusammenhängen.

Die Datenaufzeichnung beginnt. Die Messstellen werden minütlich gespeichert, um keine Spitzen zu verieren und zur Detailanalyse gegebenenfalls genauer als tageweise auflösen zu können.  Bei 400 Messstellen sind das 576.000 Datensätze pro Tag, 4.032.000 pro Woche und 17,28 Mio pro Monat. Da wir ein Jahr vorhalten wollen, werden dann zu jedem Zeitpunkt fast 211 Mio. Datensätze online sein. Die Datenbank ist einstufig, hat also keine Hierarchie für Rohdaten, Tages-, Wochen-, Monatswerte.

Eigentlich sollte das Reporting-Tool dies mühelos wegstecken. Tatsächlich erzeugt es durch seine sehr angenehmen Komfort-Features sehr komplexe Abfragen, zum Beispiel mit mehrfach geschachtelten Funktionsaufrufen für die eingestellten Filter. Folgerichtig benötigen Abfragen auf den Rohdaten bis zu 30 Minuten. Bei ca. 10 Berichten pro Tag wäre der Rechner volle 5 Stunden nur mit der Rechnung der automatischen Berichte beschäftigt; von ad hoc abgerufenen Berichten aus dem Web-Portal mal ganz zu schweigen, wenn man auf die dann auch eine halbe Stunde oder mehr warten muss.

Die Lösung? Die gibt es demnächst hier zu lesen.

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