Wieviel Reporting braucht der Mensch? Teil II

Es ist nicht so viel, wie man denkt…

Wenn man mal zusammenrechnet, wieviele Datensätze im oben geschilderten Szenario tatsächlich für die Berichte benutzt werden, ist man wahrscheinlich überrascht: Pro Messstelle nur 432, bestehend aus 366 Tages- + 12 Monats- + 53 Wochen- + 1 Jahreswert.

Bei 400 Messstellen also 172.800 Werte für ein ganze Jahr aus fast 211 Millionen. Nicht gerade eine Aufgabe für „echte Reporting-Pakete“(tm), sondern mehr eine übersichtliche Sache wie für Excel, zumal die Werte ja auch noch in die verschiedenen Bereiche, Strom, Wasser, etc. fallen.

… wenn man klug vorausrechnet – oder hinterher

Aber zuerst müssen diese Werte aus den Minuten-Samples zusammengerechnet werden. Glücklicherweise verfügt das verwendete Historian-Paket über eine ausführliche COM-Schnittstelle. Also flugs eine Anwendung geschrieben, die durch eine Datenbanktabelle gesteuert Tages-, Wochen- und Monatswerte bildet und als eigene Einträge in das Langzeitarchiv zurückschreibt. Dazu eine Webseite, mit der man die Verdichtung konfigurieren kann. Welche Web-Tools verwendet wurden – Open Source, an den proprietären Teilen vorbei, wird in einem späteren Beitrag erläutert.

Erstaunliches Ergebnis: Die vergangenen fünf Wochen zu berechnen, 2,016 Mio Sätze zu 16.800 Einträgen, holen per OLE, aufsummieren oder Mittelwerte bilden, Zählervariablen und Momentanwert-Integration, und per OLE zurückschreiben, dauert keine 2 Minuten.

Warum fünf Wochen? Weil die Monatswerte erst am Ende gebildet werden und die Daten für den ganzen Monat konsistent sein sollen.

Faktor 6-10

Die Berichtserstellung arbeitet immer noch auf dem kompletten Archiv, kann aber durch geschickte Namensgebung und Sortierkriterien schneller auf die verdichteten Werte zugreifen. Statt 30 Minuten wird ein Bericht über 20 Variablen und die Wochen des vergangenen Jahres jetzt typischerweise in unter 5 Minuten gerechnet.

Wie es noch ein bisschen schneller geht und zwar mit freien Tools wird im nächsten Teil zu lesen sein.

Eine Antwort zu Wieviel Reporting braucht der Mensch? Teil II

  1. […] groß kann die Wertetabelle werden? Das wurde in https://openmes.wordpress.com/2008/12/18/wieviel-reporting-braucht-der-mensch-teil-ii/ schon mal ausgerechnet: Bei 400 Datenpunkten mit den Auflösungen Tag, Woche, Monat, Jahr insgesamt […]

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